Babyakne bei Neugeborenen ist für viele Eltern zunächst beunruhigend – in den meisten Fällen ist sie jedoch völlig harmlos und verschwindet von selbst wieder.

Die Neugeborenenakne (Babyakne) tritt meist einige Tage oder Wochen nach der Geburt auf. Im Gesichtsbereich entstehen kleine Pickel, die häufig von Rötung und leichter Schuppung begleitet werden. In manchen Fällen breiten sich die Veränderungen auch auf den Oberkörper aus.
Babyakne betrifft Buben etwas häufiger als Mädchen – insgesamt ist sie jedoch sehr verbreitet und in der Regel harmlos.
Warum entsteht Babyakne?
Die Ursache liegt in der Hormonproduktion der Mutter: In den letzten drei Schwangerschaftsmonaten produziert der mütterliche Körper stark erhöhte Mengen an Hormonen, die das ungeborene Kind für die Entwicklung von Lunge und Immunsystem benötigt. Als Nebeneffekt regen diese Hormone auch die kindlichen Talgdrüsen an – und genau das führt zur Entstehung der Neugeborenenakne.
Zusätzlich entwickelt das Baby zwischen der 4. und 6. Lebenswoche sein Verdauungssystem: Der Darm beginnt, wichtige Bakterien aufzubauen, die unter anderem dabei helfen, überschüssige Hormone über die Haut auszuscheiden. Auch das kann die Hautveränderungen vorübergehend verstärken.
Wie lange dauert Babyakne?
Die gute Nachricht: Neugeborenenakne verschwindet in den meisten Fällen von alleine – meist innerhalb von 2 bis 3 Monaten. Ein Arztbesuch ist in der Regel nicht notwendig, solange das Baby keine weiteren Beschwerden zeigt und die Hautveränderungen mild bleiben.
Was hilft bei Babyakne – und was sollte man vermeiden?
Die Haut Ihres Babys braucht vor allem eines: Ruhe. Bitte die Pickelchen auf keinen Fall ausdrücken oder spezielle Akne-Produkte verwenden – die empfindliche Babyhaut reagiert sehr sensibel auf aggressive Wirkstoffe.
Was stattdessen unterstützend sein kann:
- milde, parfümfreie Babypflegeprodukte verwenden
- die Haut mit reinem Olivenöl sanft pflegen
- Ringelblumensalbe oder abgekühlten Kamillentee vorsichtig auftupfen
- das Gesicht täglich sanft mit lauwarmem Wasser reinigen
Häufige Fragen zur Neugeborenenakne
Ist Babyakne ansteckend?
Nein. Neugeborenenakne ist keine Infektion, sondern eine hormonell bedingte Hautreaktion. Sie ist weder ansteckend noch ein Zeichen für mangelnde Hygiene.
Wann sollte ich mit meinem Baby zum Arzt?
In den meisten Fällen ist kein Arztbesuch nötig. Sprechen Sie jedoch mit einem Kinderarzt oder Hautarzt, wenn die Pickel stark zunehmen, das Baby Fieber bekommt, die Haut stark gerötet oder entzündet wirkt oder die Akne nach 3 Monaten noch nicht abgeklungen ist.
Kann ich Babyakne von Milchschorf unterscheiden?
Milchschorf zeigt sich meist als gelblich-fettige Schuppen, vor allem auf dem Kopf, und fühlt sich anders an als die kleinen Pickel der Babyakne. Bei Unsicherheit sollte ein Arzt zurate gezogen werden.
Hilft Muttermilch gegen Babyakne?
Manche Eltern berichten von positiven Erfahrungen mit aufgetragener Muttermilch. Wissenschaftlich belegt ist das nicht, in vielen Fällen ist es jedoch unproblematisch. Bei empfindlicher oder gereizter Haut sollte man vorsichtig sein.
Wann ist eine Abklärung sinnvoll?
Im Hautzentrum Wien beraten wir Sie gerne persönlich, wenn Sie unsicher sind, ob es sich um Babyakne oder eine andere Hautveränderung handelt. Nicht jede Hautveränderung im Säuglingsalter ist automatisch Neugeborenenakne – eine fachärztliche Einschätzung kann Sicherheit geben.
Mehr Informationen zu möglichen Akne Ursachen und einen Überblick über verschiedene Akne Verlaufsformen finden Sie auf unseren weiteren Seiten.